Beruflicher Stress steigt

Thomas Necke

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Gerd Altmann, pixelio.de

Stress im Beruf macht krank. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Nicht zuletzt deswegen ist „Work-Live-Balance“ und „Burn-out Profilaxe“ Bestandteil vieler Führungsseminare und wird auch für Mitarbeiter angeboten. Führungskräfte haben eine besondere Verantwortung für das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter. Sie müssen die Potentiale und Bedürfnisse der Mitarbeiter richtig einschätzen und geeignete Anreize daraus ableiten, um diese zu motivieren.

Stressreport 2013

Aus dem „Stressreport 2013“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin geht hervor, dass knapp die Hälfte der Arbeitnehmer das Gefühl haben, dass der berufliche Stress in den letzten Jahren zugenommen hat. Jeder Zweite leidet unter Termin- und Leistungsdruck. Die häufigsten Störungen entstehen durch Telefonate und Emails (44%) und Pausen, die nicht in den Arbeitsrhythmus passen und die Anforderung, viele Dinge parallel erledigen zu müssen.

Wochenendarbeit wird immer häufiger
Über 60% der Arbeitnehmer arbeiten auch Samstags, fast 40% an Sonn- und Feiertagen.

Die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen kommentierte den Report am 29.01. so: „Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache (…) wir haben 2011 80% mehr Fehltage wegen psychischen Erkrankungen registriert, als vor 15 Jahren“.
Daraus resultiert eine doppelte Verantwortung für Führungskräfte: eine Arbeitsatmosphäre zu schaffen in der sich der Mitarbeiter wohl fühlt und Möglichkeiten zu implementieren, Beruf und Ausgleich „unter einen Hut zu bekommen“.
Was in Theorie einfach und selbstverständlich klingt, wird in der Praxis oft wenig erfolgreich umgesetzt. Genauso, wie ein Alkoholiker sein Problem erst erkennen muss, muss die Wirtschaft die offensichtlichen Probleme mit Stress im Beruf anerkennen. Arbeitgeberpräsident Hundt sieht den Stressreport 2013 naturgemäß anders. Er interpretiert daraus keine Zunahme und somit offenbar auch keine Verantwortung der Arbeitnehmer. „Nach allen Untersuchungen haben psychische Störungen nicht zugenommen, sie werden nur häufiger diagnostiziert“, so Hundt.

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Eine Antwort zu Beruflicher Stress steigt

  1. Andreas M. schreibt:

    Na hoffentlich spricht sich das auch bald bei den Führungskräften rum, dass Sie die Verantwortung für motivierte und arbeitsfähige Mitarbeiter haben. Die Praxis sieht leider oft anders aus.

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